Bewerbungsprozess als Biologe

Wenn Du den Studienabschluss für Biologie in der Tasche hast, beginnt für Dich die Bewerbungsphase für Deine erste Stelle. Eine aufregende Zeit, bis man den ersten Arbeitsvertrag unterschreiben kann.

Aber auch wenn Du einen Jobwechsel durchläufst, ist die Bewerbungsphase eine besondere Zeit. Generell gibt es für eine Bewerbung als Biologe oder als Biologin verschiedene Dinge zu beachten, damit diese am Ende auch den gewünschten Erfolg hat.

Bewerbung als Biologie – das passende Anschreiben

Das Anschreiben oder Bewerbungsschreiben ist für viele Bewerber der schwierigste Teil der schriftlichen Bewerbung. Denn hier geht es darum, dass Du möglichst individuell und persönlich Deine eigenen Kompetenzen darlegst. Die persönliche Motivation sollte ebenfalls in dem Schreiben deutlich werden und damit die Antwort auf die Frage, warum Du der geeignete Bewerber für die ausgeschriebene Stelle bzw. das Unternehmen bist.

Das Bewerbungsschreiben ist das erste, was die Personalverantwortlichen von einer Bewerbung zu Gesicht bekommen, und der erste Eindruck entscheidet mit darüber, ob Du zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen wirst oder nicht. Der Erfolg des Anschreibens hängt vom Text ab, und dieser sollte in seinem Aufbau, der Struktur und den Formulierungen gleichzeitig professionell wirken und individuell sein.

Es geht darum, aus der Masse der Bewerbungen herauszustechen und zu überzeugen.

Das Anschreiben sollte dreiteilig aufgebaut sein und eine Einleitung, einen Mittelteil und einen Schluss besitzen.

Die Einleitung sollte schon mit dem ersten Satz Interesse wecken und gleichzeitig nicht länger als vier bis sechs Zeilen sein.

Im Mittelteil des Anschreibens geht es zunächst darum, Deine persönlichen Soft Skills darzustellen, die Dich für den Job qualifizieren. Diese persönlichen Fähigkeiten wie zum Beispiel Teamfähigkeit, Belastbarkeit, Ehrgeiz oder Flexibilität sind für das Unternehmen mindestens so wichtig wie die im Lebenslauf enthaltenen Hard Skills.

Dementsprechend solltest Du diese sorgfältig in Bezug auf die Anforderungen der Stelle beziehen, denn größer hier die Übereinstimmung ausfällt, desto größer ist der Erfolg Deiner Bewerbung.

Außerdem sollte im Mittelteil des Anschreibens Dein Bezug zum Unternehmen deutlich werden. Dieses ist schließlich an der Einstellung von Bewerbern interessiert, die einen Mehrwert bedeuten. Dein Ziel ist es also, den Chef oder Personaler von Deinem Mehrwert für das Unternehmen zu überzeugen.

Dies gelingt am besten durch die Darstellung von Erfolgen, die Dich für das Unternehmen und den ausgeschriebenen Job besonders qualifizieren. Dabei kann es sich um die Mitarbeit in einem ähnlichen Projekt, um ein Praktikum in einem vergleichbaren Unternehmen oder Berufsfeld oder auch um Erfahrungen aus anderen Tätigkeiten oder Jobs handeln.

Mehr als vier bis sieben Zeilen solltest Du auch für diesen Abschnitt des Anschreibens nicht einplanen.

Im Schlussteil Deines Bewerbungsschreibens solltest Du noch einmal Aufmerksamkeit wecken und selbstbewusst eine Aufforderung formulieren, Dich als geeigneten Bewerber möglichst zu einem Gespräch einzuladen.

In der Kürze liegt die Würze – das gilt ganz besonders für das Anschreiben in einer Bewerbung. Mehr als eine Seite sollte der Text im Schreiben auf keinen Fall beinhalten, fehlerfreie Rechtschreibung und Grammatik werden natürlich vorausgesetzt.

Auch sollte die Schrift nicht zu klein gewählt werden, um eine angenehme Lesbarkeit zu garantieren. Bei einer Bewerbung als Biologe/Biologin solltest Du das Layout des Anschreibens so gestalten, dass es in das Berufsfeld passt.

Ein besonders künstlerisch gestaltetes und aufwendiges Layout können in einigen kreativen Bereichen erfolgsversprechend sein, passen jedoch weniger in den naturwissenschaftlichen Berufsbereich.

Tipps zum Lebenslauf

Der Lebenslauf stellt zusammen mit dem Anschreiben den Kern Deiner Bewerbung als Biologe/Biologin dar. Die Regel ist hierbei der so genannte tabellarische Lebenslauf, der den beruflichen Werdegang, Arbeitserfahrung, Qualifikationen, Interessen und Hobbies beinhaltet.

All diese Aspekte werden durch die tabellarische Form für den Personalverantwortlichen auf einen Blick sichtbar.

Die Konzentration auf das Wesentliche ist die Essenz des Lebenslaufes, der bei Berufseinsteigern nicht länger als zwei Seiten sein sollte. Hast Du schon über längere Zeit Berufserfahrung gesammelt, liegt das Maximum für den Lebenslauf generell bei drei Seiten.

Dabei sollten nur die Aspekte Erwähnung finden, die auch einen Bezug zu der ausgeschriebenen Stelle haben. Inhaltlich ist generell die so genannte amerikanische Form des Lebenslaufs die am meisten verwendete. Hier werden die Stationen des Lebenslaufes in antichronologischer Reihenfolge aufgezählt, so dass die neuesten Inhalte am Anfang stehen und als erstes gelesen werden.

Für das Layout des Lebenslaufs ist Einheitlichkeit besonders wichtig. Dies gilt sowohl für das Schriftbild als auch für die Druckart der Überschriften. Zudem sollte der Lebenslauf vom Design her mit dem Rest der Bewerbungsmappe zusammen passen.

Zehn No-Gos in deiner Bewerbung

Auch eine eigentlich aussagekräftige Bewerbung kann schnell im Papierkorb landen, wenn bestimmte Fehler auftreten oder wichtige Dinge nicht beachtet werden. Dabei gibt es zehn grundlegende Aspekte, die in Deiner Bewerbung auf keinen Fall vorkommen dürfen.

Das erste No-Go betrifft die Rechtschreibung und Grammatik. Über einem Tippfehler mögen Personaler in manchen Fällen noch hinwegsehen, doch Rechtschreib- und Grammatikfehler sind absolut tabu.

Der zweite Punkt betrifft den Stellen- oder Unternehmensbezug einer Bewerbung. Wird aus Deinem Anschreiben kein individueller Bezug zum Job oder zum Unternehmen deutlich, entsteht schnell der Eindruck, dass es sich um ein austauschbares Massen-Anschreiben handelt und Du Dir nicht wirklich Mühe gegeben hast.

Das No-Go Nummer drei ist die Verwendung einer Mustervorlage. Das Verwenden einer Mustervorlage kann zwar helfen, Arbeit und Zeit zu sparen, ist jedoch nicht zu empfehlen. Zum Einen sind viele Mustervorlagen nicht mehr auf dem neuesten Stand, zum Anderen sind diese den Verantwortlichen im Personalbereich meist bekannt und sprechen nicht gerade für die Professionalität des Bewerbers.

Als viertes No-Go sind unvollständige Bewerbungsunterlagen zu erwähnen. In der Regel steht bereits in der Stellenausschreibung, ob bestimmte Unterlagen erwartet werden, oder ob die üblichen Inhalte eingereicht werden sollen. Standard sind immer ein Anschreiben, ein tabellarischer Lebenslauf und mindestens ein Arbeitszeugnis.

Punkt Nummer fünf ist das Layout der Bewerbung mit der verwendeten Schriftart. Bei der Wahl einer zu kleinen Schrift etwa ist die Leserlichkeit der Bewerbung eingeschränkt, was häufig zu einem Aussortieren führt. Auch ein übertriebenes, unpassendes oder uneinheitliches Layout kann zu einem negativen Gesamteindruck führen.

Der Bewerbungsprozess

Mit dem Einreichen der Bewerbungsunterlagen bist Du offiziell in den Bewerbungsprozess um einen Job als Biologe oder Biologin eingetreten. Nun heißt es zunächst auf eine Antwort warten. Fällt diese positiv aus, wirst Du in der Regel zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen.

Vor allem größere Firmen führen zusätzlich zum Gespräch oft noch ein so genanntes Assessment Center durch, in dem Dir bestimmte Aufgaben gestellt werden, die Du entweder alleine oder im Team bearbeiten musst.

Tipps zum Vorstellungsgespräch

Wenn Du die erste Hürde im Bewerbungsprozess genommen hast und zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurdest, solltest Du Dich auch hier vorbereiten und auf einige Dinge einstellen.

Zunächst ist es wichtig, sich über das Unternehmen bzw. den künftigen Arbeitgeber zu informieren, um bei möglichen Fragen vorbereitet zu sein. Auch auf Fragen zur fachlichen Qualifikation und zur persönlichen Motivation solltest Du Dich einstellen. Wichtig ist es, einen souveränen Eindruck zu vermitteln und sich nicht unter Stress setzen zu lassen.

Was den Dresscode für ein Vorstellungsgespräch angeht, hängt dieser sehr stark vom Arbeitgeber ab. Hier kann es sinnvoll sein, sich vorher entsprechend zu informieren, um nicht overdressed oder zu leger zu dem Gespräch zu erscheinen. Generell solltest

Du hochwertige und nicht zu auffällige Kleidung tragen, ein gepflegtes Erscheinungsbild ist selbstverständlich. Für Frauen gilt, dass Röcke nicht zu knapp und Ausschnitte nicht zu weit sein sollten.